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Ägypten: Zahlreiche Festnahmen angeblich terroristischer Muslimbrüder

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Ägypten: Zahlreiche Festnahmen angeblich terroristischer Muslimbrüder

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In Ägypten zeigen die Diskussionen nach dem Bombenanschlag in der Stadt Mansura im Nildelta und dem neuen Anschlag in Kairo wie gespalten die Gesellschaft des Landes ist. Die Übergangsregierung hatte die Muslimbrüder des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi für den Selbstmordanschlag auf ein Polizeigebäude verantwortlich gemacht. Eine Frau in Kairo sieht das auch so: “Sie wollen uns damit von der Teilnahme am bevorstehenden Referendum abhalten. Wir lassen uns aber nicht einschüchtern,” sagt Nadia Mohamed. Man werde auf jeden Fall abstimmen und sich auch auf die Straße trauen und mit dem Bus fahren. “Wir lassen uns keine Angst einjagen.”

Nachdem die Übergangsregierung die Muslimbruderschaft zur Terrororganisation erklärt hatte, gab es zahlreiche Festnahmen.
Die Anhänger der Bruderschaft wehren sich gegen diese Einstufung. Bei einer Pressekonferenz argumentiert eine Sprecherin einer Unterstützerinnen-Gruppe, der Vorwurf, dass die Muslimbrüder Terroristen sind, sei nicht belegt. “Das war eine eilige Entscheidung und die Staatsanwaltschaft hat keinen Entschluss gefasst. Die Explosionen, für die die Regierung die Muslimbrüder verantwortlich macht, hätten andere Gruppen verübt.

Die Muslimbruderschaft ist trotz wachsender Verfolgung die größte Oppositionsbewegung in Ägypten. Sie rief ihre nach eigenen Schätzungen eine Million Mitglieder zu neuen Demonstrationen auf.