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Weiter schwere Gefechte in der Zentralafrikanischen Republik

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Weiter schwere Gefechte in der Zentralafrikanischen Republik

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Die Zentralafrikanische Republik kommt nicht zur Ruhe. In der Hauptstadt Bengui gab es erneut schwere Gefechte. Den französischen Soldaten und der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union fällt es schwer, das Blutvergießen zwischen Muslimen und Christen zu beenden.

Fernsehbilder aus dem Land zeigen zerstörte und menschenleere Dörfer. Eine Christin berichtet von einem Überfall muslimischer Rebellen: “Ich bin als erste aus dem Haus gegangen, weil ich verantwortlich bin. Besser sie töten mich und lassen meine Enkel und meine Tochter am Leben. Als ich mit erhobenen Händen aus dem Haus kam, haben sie gerufen: ‘Das ist unsere Mutter, lasst sie in Ruhe!’”

Unter den religiösen Auseinandersetzungen leidet vor allem die Zivilbevölkerung. Aber auch die Friedenstruppen haben bereits Opfer zu verzeichnen: Sechs tschadische Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe wurden in einem Hinterhalt getötet, 15 verletzt. Die Soldaten aus dem nördlichen Nachbarland sind Arabisch sprechende Muslime und werden von dem christlichen Teil der südsudanesischen Bevölkerung bezichtigt, die muslimischen Rebellen zu unterstützen.

In Marokko bereiten sich unterdessen hunderte Soldaten auf ihren UN-Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik vor. Die Vereinten Nationen hatten um Unterstützung der internationalen Truppen gebeten.