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Gewalt in Ägypten

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Gewalt in Ägypten

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Die Lage in Ägypten bleibt angespannt. In der Stadt Anschas, 100 Kilometer nördlich von Kairo, explodierte vor dem Gebäude des Militärgeheimdienstes eine Autobombe. Dabei wurden vier Soldaten verletzt. Es ist der zweite Anschlag auf die Sicherheitskräfte innerhalb einer Woche. Mindestens 350 Polizisten und Soldaten wurden seit dem Sturz von Ex-Präsident Mursi bei Bombenanschlägen getötet.

Unterdessen sabotieren Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft den Beginn der Prüfungszeit an der renommierten Al-Azhar-Universität in Kairo.
Dabei kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen den islamistischen Studenten und den Sicherheitskräften. 29 Menschen wurden verletzt.

Ein Student unterstrich: “Wir sind hergekommen, um an den Prüfungen teilzunehmen, aber einige Studenten halten die Türen der Universität verschlossen. Sie haben das Gebäude sogar in Brand gesetzt. Jetzt wissen wir nicht, wann die Prüfungen stattfinden werden.”

Ein anderer Student sagte: “Wir haben Angst vor der Polizei. Wir kommen nicht ins Gebäude rein. Und die Polizei konnte sich nicht mit den Studenten einigen.”

Die ägyptische Regierung hatte die Muslimbruderschaft vergangene Woche zur terroristischen Vereinigung erklärt. Seitdem haben die Behörden Hunderte Mitglieder der Bruderschaft festgenommen.