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Neue Euromünzen: Lettin in Landestracht

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Neue Euromünzen: Lettin in Landestracht

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Zum Jahreswechsel wird der Lats, die lettische Währung, zum Bedauern vieler Letten Geschichte sein. Seit mehr als 20 Jahren galt er doch als Symbol für die Unabhängigkeit. Neben der Angst vor dem “Teuro” gilt die emotionale Bindung an den Lats als Hauptgrund für die anhaltende Euro-Skepsis. Das Motiv der lettischen Ein- und Zwei-Euro-Münzen, die übrigens in Baden-Württemberg geprägt wurden, soll es der Bevölkerung leichter machen, die neue Währung zu akzeptieren: Sie zeigen eine Lettin in Landestracht, die früher schon einmal die Fünf-Lats-Münze zierte.

Lettland ist seit 2004 EU-Mitglied. Es ist der mittlere der drei baltischen Staaten im Nordosten Europas und wird das 18. Land, das den Euro als offizielle Währung einführt.

Das Land liegt an der Ostsee zwischen Estland und Litauen. Im Osten grenzt die Ex-Sowjetrepublik an Russland und im Südosten an Weißrussland. Mehr als ein Viertel der gut zwei Millionen Bürger sind Russen. 2014 wird das Land von der Größe Bayerns und mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 22,3 Milliarden Euro (2012) seine bisherige Währung Lats nun also durch den Euro ablösen. Die Hauptstadt Riga (gut 700.000 Einwohner) ist im kommenden Jahr Europäische Kulturhauptstadt.