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Friedensverhandlungen in Nordirland an Flaggenstreit gescheitert

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Friedensverhandlungen in Nordirland an Flaggenstreit gescheitert

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In Nordirland sind die Gespräche zur Beilegung der jüngsten Krawalle gescheitert. Die Konfliktparteien konnten sich nicht einigen, eine Fortsetzung der vor sechs Monaten unter Vermittlung eines ehemaligen US-Diplomaten begonnenen Gespräche wurde nicht vereinbart.

“Es wäre schön gewesen, heute Nacht mit der Erklärung vor Sie zu treten, alle fünf Parteien haben dem Text uneingeschränkt zugestimmt. Soweit sind wir aber noch nicht”, musste US-Vermittler Richard Haass am frühen Dienstagmorgen (6 Uhr MEZ) nach einer 18-stündigen Verhandlungsrunde feststellen.

Der Sommer 2013 hatte die schwersten Krawalle in Nordirland seit dem Friedensabkommen 1998 gesehen. Das Kompromisspapier sah die Einrichtung neuer Institutionen vor, die über die Genehmigung der umstrittenen Umzüge, die immer wieder Krawalle auslösen, entscheiden sollten. Gescheitert sind die Gespräche aber am Streit darüber, wann und wo der Union Jack, die britische Unionsflagge, gehisst wird.

Weiterführender Link

Council on Foreign Relations, Lebenslauf von Richard N. Haass (englisch)