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Israel lässt erneut palästinensische Langzeitgefangene frei

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Israel lässt erneut palästinensische Langzeitgefangene frei

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Israel hat erneut palästinensische Langzeitgefangene freigelassen. Die meisten der 26 Männer wurden in das Westjordanland gebracht, die anderen in den Gazastreifen und nach Ostjerusalem. Angehörige bereiteten den Rückkehrern einen begeisterten Empfang.

Im Westjordanland begrüßte auch Palästinenserpräsident Machmud Abbas die Freigelassenen. Dabei versprach er, man schließe keinen Friedensvertrag mit Israel, bevor nicht alle fünftausend gefangenen Palästinenser frei seien.

Israel hatte sich dieses Jahr zur Freilassung von gut einhundert Langzeithäftlingen verpflichtet, vor Beginn der neuen Friedensgespräche. Die Hälfte von ihnen kam schon im August und im Oktober frei.

“Ich bin heute so glücklich”, sagt die Frau eines der Männer: “Zweiundzwanzig Jahre lang habe ich meinen Mann nicht gesehen. Das ist der beste Tag in meinem Leben, eine große
Freude.”

Ihr Mann sagt: “Ich kann gar nicht beschreiben, wie mir ist. Es ist toll, aber auch schwierig, weil wir Gefangene zurückgelassen haben, besonders die Kranken und die mit lebenslangen Strafen.”

Trotz der Freilassung treten die neuen Verhandlungen auf der Stelle: Die Palästinenser stören sich weiterhin vor allem am Bau von immer neuen Wohnungen in den jüdischen Siedlungen auf ihrem Land.