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Israel lässt weitere palästinensische Langzeithäftlinge frei

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Israel hat weitere 26 palästinensische Häftlinge in die Freiheit entlassen. Die meisten von ihnen befanden sich mehr als 20 Jahre in Haft, nachdem sie wegen Mordes verurteilt worden waren.

Am Grenzübergang zum Gazastreifen wurde ein Teil der Gruppe von Familienangehörigen und palästinensischen Aktivisten erwartet.

Im Westjordanland begrüßte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas 18 der Freigelassenen vor seinem Amtssitz in Ramallah.

Israel hatte sich im Juli nach der von den USA vermittelten Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den Palästinensern zur Freilassung von insgesamt 104 Langzeithäftlingen bereit erklärt.

Wie bereits im August und Oktober löste auch die Haftentlassung der dritten Gruppe von Gefangenen in Israel Proteste aus. In Jerusalem demonstrierten Familienangehörige der Opfer der Freigelassenen. Sie verlangen, dass die Männer ihre volle Haftstrafe verbüßen. Außerdem fürchten viele Israelis, dass sie weiterhin eine Gefahr darstellen.

Kurz nach der Entlassung der palästinensischen Häftlinge im August und Oktober hatte die israelische Regierung den Bau neuer Siedlungen im Westjordanland angekündigt. Die Besiedlung von besetztem Gebiet ist nach internationalem Recht illegal, aber dies wird von Israel bestritten.

US-Außenminister John Kerry wird am Donnerstag zu Gesprächen im Nahen Osten erwartet.