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Michael Schumacher: Leichte Besserung, aber weiter Lebensgefahr

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Michael Schumacher: Leichte Besserung, aber weiter Lebensgefahr

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Michael Schumacher schwebt nach seinem Skiunfall weiter in Lebensgefahr, sein Zustand hat sich gegenüber gestern aber leicht verbessert. Das teilten die behandelnden Ärzte am Universitätskrankenhaus im französischen Grenoble mit, wo der frühere Star der Formel 1 seit Sonntag liegt.

Gestern abend entschlossen sich die Ärzte zu einem weiteren Eingriff: Dabei sei aus dem Gehirn ein Blutgerinnsel entfernt worden, sagt Emmanuel Gay, der Chefarzt der Gehirnchirurgie, der selbst operiert hat. Auch der Druck im Kopf habe deutlich nachgelassen. Trotzdem gebe es noch andere Schädigungen des Gehirns, die weiter überwacht werden müssten.

Schumacher liegt weiterhin im künstlichen Koma. Daran wird sich vorerst nichts ändern, und auch eine Verlegung – ob nun nach Deutschland oder in die Schweiz, wo Schumacher mit seiner Familie lebt – kommt derzeit nicht in Frage: Zu gefährlich. Außerdem ist das Grenobler Krankenhaus am Rande der Alpen auf derartige Verletzungen spezialisiert.

Schumacher war am Sonntag im Skigebiet von Méribel schwer gestürzt. Sein Kopf prallte dabei auf einen Felsen; der Helm konnte die Wucht nur zum Teil abfangen, sicherte aber zumindest sein Überleben. Schumacher war im Tiefschnee unterwegs, aber nur wenige Meter abseits der Piste. Wie es genau zu dem Unfall kam, ist unbekannt: Schumacher ist bekanntermaßen sportlich und ein guter Skifahrer, und in dem Skigebiet kannte er sich von jährlichen Besuchen her aus.

Nach wie vor wagen die Ärzte in Grenoble keinerlei Aussage über die weitere Entwicklung; Schumachers Zustand ist dafür immer noch zu ungewiss. Die kommenden Stunden, sagen sie aber, seien von entscheidender Bedeutung.