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Russland in Alarmbereitschaft nach Mordanschlägen in Wolgograd

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Russland in Alarmbereitschaft nach Mordanschlägen in Wolgograd

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Nach zwei Selbstmordanschlägen mit mehr als 30 Toten binnen zwei Tagen hat die russische Regierung verschärfte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet.

Am Montagmorgen waren bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in der südrussischen Stadt Wolgograd 14 Menschen getötet worden. Einen Tag zuvor starben 17 Reisende bei einem Attentat auf den Bahnhof der Stadt.

Im Zentrum von Wolgograd gedachten die Menschen der Opfer. Einige beschimpften die anwesenden Sicherheitskräfte und die reagieren umgehend mit Verhaftungen.

Polizei und Geheimdienst kämen ihren Aufgaben nicht nach, sagt Mikhail Yasin, der Organisator der Versammlung, sie könnten bloß friedliche Jugendliche verhaften. “Die Russen sollten nicht nur die Rechtmäßigkeit dieser Organisationen hinterfragen”, so Yasin, “sondern auch ihre Existenzberechtigung in der gegenwärtigen Form. Es ist höchste Zeit, dass das gesamte Anti-Terror- und Justizsystem reformiert wird.”

Vor den Neujahrsfeiern gilt in Moskau wie auch in anderen russischen Städten erhöhte Alarmbereitschaft. Aber die Angriffe auf den öffentlichen Nahverkehr in Wolgograd haben den Menschen gezeigt, dass es einen wirklichen Schutz vor Anschlägen nicht gibt