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Letten beim Neujahrsshoppen: "Der (T)Euro ist komisch"

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Letten beim Neujahrsshoppen: "Der (T)Euro ist komisch"

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Seit Mitternacht ist Lettland 18. Mitglied der Eurozone. Der kleine Baltenstaat im Nordosten Europas tauschte seinen Lats gegen den Euro. Obwohl der Lats bereits seit Anfang 2005 fest an den Euro gebunden ist, war die Skepsis in der Bevölkerung über den Währungswechsel bis zuletzt groß.

“Nett, hübsches Geld, aber unglücklicherweise kapiere ich das alles noch nicht”, meint Inita beim Schoppen am Neujahrsmorgen in einem Rigaer Supermarkt. “Schon komisch, diese anderen Geldscheine. Etwas ungewohnt, ja schon”, findet Artus Elksnitas.

Ministerpräsident Valdis Dombrovskis zog wenige Minuten nach dem Jahreswechsel den ersten Euro-Schein aus einem Bankautomaten in der Innenstadt von Riga. Bei der schweren Aufgabe assistierte ihm sein estnischer Amtskollege, der das ganze im eigenen Land schon vor einem Jahr zelebrieren durfte.

“2014 ist ein wahrhaft historisches Jahr für Lettland. Wir haben eines unserer wichtigsten Ziele, die mit dem Beitritt zur Europäischen Union verbunden waren erreicht. Dieses Ziel hatten wir seit der Wiedergewinnung unserer Unabhängigkeit: eine engere Integration mit der Familie demokratischer Staaten Europas”, sagte Dombrovskis.

Optisch wird für die Letten alles teurer, denn aus einem Lats werden nämlich 1,42 Euro, der offizielle Konversionskurs beträgt 1 EUR = 0,702804 LVL. (Seit dem 30. Dezember 2004 hat die Bank von Lettland den Lats in diesem Verhältnis an den Euro gebunden.)

2015 will Litauen als letzte der drei baltischen Republiken den Euro einführen.

Weiterführende Links

Euro-Webseite des Finanzministeriums (lettisch, russisch, englisch)

Latvijas Banka (lettisch, englisch)

EZB zu Lettland (englisch)