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Neujahrsmarsch in Hongkong für mehr Bürgerrechte

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Neujahrsmarsch in Hongkong für mehr Bürgerrechte

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Chinesische Aktivisten sind auf die Straße gegangen, um die politische Zukunft von Hongkong zu beeinflussen: Beim alljährlichen Neujahrsprotestmarsch forderten rund 10.000 Demonstranten mehr demokratische Mitbestimmung für die chinesische Sonderverwaltungszone.

Jeder sollte das Recht haben, für das Amt des Hongkonger Chefadministrators zu kandidieren, verlangten die Demonstranten – auch Politiker, die der chinesischen Führungsriege kritisch gegenüberstehen. Bislang wird Hongkongs Verwaltungschef von einer Peking ergebenen Wahlversammlung gewählt.

“Wir fordern Wahlen, für die sich jeder, der möchte, aufstellen lassen darf”, sagte einer der Organisatoren des Protests. “Wir wollen ein System, das uns unabhängige Wahlen für unseren Chefadministrator garantiert.”

Ein Demonstrant sagte, dass alle bisherigen Hongkonger Chefadministratoren nicht gut gewesen wären. “Sie wurden alle von Peking ernannt. Es wäre viel besser, wenn wir unseren Chefadministrator wählen könnten.”

Peking versprach, dass die Bewohner der Sonderverwaltungszone Hongkong im Jahr 2017 ihren Chefadministrator selbst direkt wählen dürfen. Einen Fahrplan gibt es dafür bisher noch nicht. Den Hongkongern ist das zu wenig – sie organisierten am Neujahrstag ein unoffizielles Referendum.