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Bestechung: Indien storniert Rüstungsdeal

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Bestechung: Indien storniert Rüstungsdeal

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Indien hat wegen Korruptionsvorwürfen einen Auftrag für 12 Hubschrauber über mehr als 500 Millionen Euro annulliert. Der italienische Rüstungskonzern Finmeccanica steht im Verdacht, Bestechungsgelder an Politiker und Beamte gezahlt zu haben. Auf Herstellerseite sollen Verkäufer einen Teil der Provision zurückbekommen haben, sogenannte Kickbacks.

Das „vorvertragliche Rechtschaffenheitsabkommen“ sei verletzt worden, so das Verteidigungsministerium in Neu Delhi. Giuseppe Orsi, der frühere Chef von Finmeccanica, soll in die Zahlungen verwickelt gewesen sein. Er steht zur Zeit in Italien vor Gericht. Orsi war bei Vertragsabschluss 2010 Chef der Finmeccanica-Tochter AgustaWestland.

Die indische Luftwaffe wollte die Helikopter für den Transport von hochrangigen Politikern kaufen. Die Zahlungen waren bereits im Februar nach Bekanntwerden der Vorwürfe eingestellt worden. Für den Deal sollen Bestechungsgelder in Höhe von 51 Millionen Euro an Mittelsmänner in der Schweiz geflossen sein. Laut Medienberichten hat Indien
bereits mehr als ein Drittel der vereinbarten Kaufsumme überwiesen.

su mit dpa