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Streit um Kostenexplosion beim Panamakanal spitzt sich zu

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Streit um Kostenexplosion beim Panamakanal spitzt sich zu

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Der Streit um die Kostenexplosion bei der Verbreiterung des Panama-Kanals droht zu eskalieren.

Das beauftragte Konsortium hatte einen Baustopp angekündigt, sollte Panama nicht binnen drei Wochen Mehrkosten von 1,6 Milliarden Dollar übernehmen – nocheinmal die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Budgets.

Der Präsident Panamas, Ricardo Martinelli, will nun auch die Heimatländer der größten beteiligten Baufirmen gegen die Forderungen in Stellung bringen.

“Ich werde nach Spanien und Italien gehen und verlangen, dass beide Regierungen intervenieren, weil eine Firma nicht auf einmal mit Zusatzkosten ankommen kann. Dies ist ein Projekt für die Menschheit, für das sie eine Kalkulation vorgelegt haben”, so Martinelli.

Seit gut einem Jahrhundert bietet der 80 Kilometer lange Panamakanal vor allem dem Frachtverkehr eine wichtige Abkürzung durch Mittelamerika. Doch eine Verbreiterung für moderne Containerschiffe ist dringen nötig.

Bis 2015 soll das letzte Drittel der Arbeiten eigentlich fertiggestellt sein. Wenn nötig auch durch andere Firmen, so droht nun Präsident Martinelli.

Schon als das Konsortium im Jahr 2009 den Zuschlag erhielt hatten Mitbewerber die angesetzten Zementkosten als zu niedrig bezeichnet.

Die Aktie des federführenden spanischen Sacyr-Baukonzerns gab unterdessen um neun Prozent nach.