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Südsudan-Krise: Friedensgespräche beginnen

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Südsudan-Krise: Friedensgespräche beginnen

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Die beiden Konfliktparteien des Südsudans haben in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba Friedensgespräche aufgenommen. Nach fast drei Wochen anhaltender Gewalt trafen sich die Delegationen von Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar zunächst separat mit den Vermittlern. Am Wochenende soll es direkte Gespräche zwischen den Konfliktparteien geben. Als Vermittler agiert die ostafrikanische Regionalorganisation IGAD. Zuvor hatte Präsident Kiir in zwei Provinzen den Ausnahmezustand ausgerufen.

Bei den schweren Kämpfen wurden bislang mehr als 1000 Menschen getötet, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Rebellen eroberten mehrere Städte, darunter auch Bor.

Ein Polizist erzählt: “Ich bin aus Bor wegen der Kämpfe geflohen. Menschen sind ums Leben gekommen. Ich habe einige Opfer mit eigenen Augen gesehen. Einige meiner Kollegen sind getötet worden. In der Stadt wurde viel geschossen.”

Hintergrund der Kämpfe ist ein Machtkampf zwischen Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Machar. Aber auch ethnische Gründe spielen eine Rolle. Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Erst 2011 spaltete sich das ölreiche Land vom Sudan ab.