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Warten auf Abtransport von syrischen Chemiewaffen

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Warten auf Abtransport von syrischen Chemiewaffen

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Die Flotte zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen wartet im Hafen von Zypern weiter auf ihren Einsatz. Ursprünglich sollten die giftigen Kampfstoffe bereits zum Jahresende aus Syrien verschwunden sein. Doch Kämpfe, schlechtes Wetter und bürokratische Probleme erschweren die Ablieferung.

Der Befehlshaber der dänischen und norwegischen Flotte Torben Mikkelsen erklärte, das Ziel der Fracht hänge davon ab, was an Bord geladen werde. “Einige dieser Ladungen müssen an Bord der US Cape Ray gebracht werden, andere Teile der Fracht gehen nach Großbritannien. Wir müssen sehen, was uns da im Hafen von Latakia erwartet.”

Die Schiffe sollen die Fracht nach Italien bringen. Dort sollen dann die gefährlichsten Kampfstoffe auf ein Spezialschiff der US-Marine verladen werden. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums läuft die “Cape Ray” in etwa zwei Wochen aus. Man gehe davon aus, dass etwa 700 Tonnen Chemiewaffen darunter Senfgas, Sarin und das Nervengas VX vernichtet werden müssen. Die giftigen Kampfstoffe sollen auf offener See neutralisiert werden.

Der Beschluss des UN-Sicherheitsrates sieht vor, dass bis Mitte 2014 alle chemischen Kampfstoffe vollständig vernichtet sein sollen. Im syrischen Bürgerkrieg wurden im vergangenen Jahr Tausende Menschen bei mehreren Gasangriffen getötet.