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Kambodscha: Polizei reißt Zelte nieder

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Kambodscha: Polizei reißt Zelte nieder

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In Kambodscha haben Polizisten Zelte und Stände der Oppositionspartei niedergerissen. Am Vortag hatte die Staatsmacht das Feuer auf demonstrierende Textilarbeiter eröffnet und dabei mindestens drei Menschen erschossen. Nach Angaben der Regierung hat die Opposition die Textilarbeiter aufgehetzt. Die Textilarbeiter kämpfen um höhere Löhne. Sie verlangen eine Verdoppelung des Mindestlohns von umgerechnet 60 Euro auf 120 Euro im Monat. Nach Polizeiangaben warfen die Demonstranten mit Steinen und Benzinbomben. Die Protestwelle dauert seit mehr als einer Woche an.

Menschenrechtsorganisationen beklagten, dass die Polizei mit Sturmfeuergewehren auf Steinewerfer schoss. Sie berichten, es habe mehr als drei Tote gegeben und viele Verletzte. Viele Textilfabriken sind im Moment wegen der Unruhen geschlossen. Unternehmen wie Adidas, Hennes und Mauritz und Levi’s könnten die Fertigung in andere Länder verlegen.