Eilmeldung

Eilmeldung

Spirale der Gewalt in Zentralfrikanischer Republik: Flüchtlingszahl verdoppelt

Sie lesen gerade:

Spirale der Gewalt in Zentralfrikanischer Republik: Flüchtlingszahl verdoppelt

Schriftgrösse Aa Aa

Wegen der anhaltenden ethnischen Gewalt sind in der Zentralafrikanischen Republik fast doppelt so viele Menschen auf der Flucht wie noch Anfang Dezember.

Auf inzwischen rund 935.000 schätzen die Vereinten Nationen die Zahl der Binnenflüchtlinge, ein Fünftel der Bevölkerung.

Während die humanitäre Situation in den Camps inzwischen prekär ist, mussten die wenigen Hilfsorganisation, wie Ärzte ohne Grenzen, einen großen Teil ihrer Mitarbeiter abziehen – zu gefährlich ist es vor Ort geworden.

Der Gewalt aus dem Weg gehen, das hat inzwischen auch fast die Hälfte der Bevölkerung von Bangui getan. Rund 500.000 Menschen haben die Hauptstadt verlassen.

Denn aufhalten können die internationalen Schutztruppen die Gewalt nicht. 4000 Soldaten stellt die Afrikanische Union, Frankreich hat dazu noch 1600 Soldaten in die ehemalige Kolonie entsandt – ein Tropfen auf den heißen Stein.

Seit der muslimische Rebellenführer Michel Djotodia im vergangenen März die Macht übernahm, verheddern sich die christlichen und muslimischen Bevölkerungsteile immer enger in einer Spirale gegenseitiger Vergeltungsaktionen.

Die Vereinten Nationen wollen nun $152 Millionen aufbringen, um mit einem Hundert-Tage-Plan zumindest die humanitäre Situation der Flüchtlinge unter Kontrolle zu bekommen.