Eilmeldung

Eilmeldung

Afrikanische Flüchtlinge demonstrieren für Asyl in Israel

Sie lesen gerade:

Afrikanische Flüchtlinge demonstrieren für Asyl in Israel

Schriftgrösse Aa Aa

Flüchtlinge aus Afrika haben in Israel demonstriert. Tausende von ihnen verlangten bei der Kundgebung in Tel Aviv eine Anerkennung als Asylbewerber. Die meisten von ihnen kommen aus Sudan und Eritrea.

Sie protestierten auch dagegen, dass afrikanische Flüchtlinge in einem Lager weitab untergebracht werden, an der Grenze zu Ägypten. Dort müssen sie sich mehrmals täglich melden, sonst kommen sie ins Gefängnis.

Drei einfache Dinge wolle man von Israel, sagt ein Mann aus Eritrea. Das Gesetz müsse
gekippt werden und alle Häftlinge freikommen. Die Asylanträge müssten fair und transparent geprüft werden. Und drittens müssten Menschenrechte gewährt werden, wie
das Recht auf Arbeit oder das Recht auf Gesundheitsversorgung.

Das Problem sei, sagt eine israelische Frau hier, dass die Leute Menschenrechte und einen sicheren Ort wollten und deshalb in ein demokratisches Land gekommen seien. Jetzt würden sie als Gefangene und als Verbrecher behandelt, und für manche in Israel seien sie sogar ein Krebsgeschwür.

Für Israels Regierung sind diese Afrikaner aber keine Flüchtlinge; noch dazu hätten sie als illegale Einwanderer gegen Gesetze verstoßen. Israel will ihren Zustrom unterbinden, was der Regierung zufolge letztes Jahr auch schon gelungen ist. Wer es trotzdem nach Israel geschafft hat, soll zurückgeschickt werden.