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Geiselnahme in französischem Goodyear-Werk zuende

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Geiselnahme in französischem Goodyear-Werk zuende

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Nach knapp 30 Stunden sind zwei Goodyear-Manager einer nordfranzösischen Reifenfabrik freigekommen. Arbeiter hatten den Produktionsleiter und den Personalleiter im Werk Amiens festgehalten.

Sie protestierten damit gegen die geplante Schließung der Fabrik, die 1.173 Arbeiter ihren Job kosten könnte, und wollten höhere Abfindungen erreichen.

Ein CGT-Gewerkschafter Mickael Wamen:

“Für den Goodyear-Konzern würde der Staat alle Hebel in Bewegung setzen. Die Firma hat alles bekommen, was sie wollte. Wir wollten nie zu harten Methoden greifen. Trotzdem – der Kampf um Goodyear ist noch nicht zuende.”

Bei Goodyear und der Tochterfirma Dunlop in Amiens kriselt es seit mehr als fünf Jahren. Erst sollten 400, dann 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Anfang 2013 hieß es dann, Goodyear mit fast 1.500 Mitarbeitern werde ganz geschlossen. Zuvor hatten sich CGT-Gewerkschafter geweigert, ein neues Arbeitszeit-System zu akzeptieren.

Jetzt wollen sie das Werk besetzen.

su mit Reuters, afp, dpa