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Irak: Extremisten auf dem Vormarsch

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Irak: Extremisten auf dem Vormarsch

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In der irakischen Unruheprovinz al-Anbar hält die al-Kaida nahe Extremistengruppe “Islamischer Staat im Irak und der Levante” (ISIL) große Teile verschiedener Städte unter Kontrolle.
In der nordirakischen Erdölstadt Kirkuk detonierte unweit einer Polizeistation eine Autobombe. Drei Menschen starben, 56 weitere wurden verletzt. Viele Bewohner der umkämpften Gebiete sind geflüchtet, Geschäfte stehen leer.

Die Extremisten möchten vom Nordosten Syriens bis hin zum Westirak einen Gottesstaat bilden. Es ist das erste Mal seit der amerikanischen Besetzung 2003, dass al-Kaida-Kämpfer wieder Kontrolle über irakische Gebiete haben.

Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki forderte die Bewohner der umkämpften Regionen auf, die Extremisten zu vertreiben. Im westirakischen Ramadi töteten sunnitische Stammeskämpfer und die Polizei fünf Dschihadisten.
Aufgrund der angespannten Lage wollen die USA deutlich schneller zusätzliche Waffen liefern als vorgesehen. Mit Raketen, Drohnen und Hubschraubern wollen sie die Regierung in Bagdad im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen.