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Weitere türkische Korruptionsermittler müssen ihre Posten räumen

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Weitere türkische Korruptionsermittler müssen ihre Posten räumen

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Im Korruptionsskandal in der Türkei sind erneut an die 350 Polizisten zwangsversetzt worden. Zu ihrem Aufgabenbereich zählte die Bekämpfung von Finanzkriminalität.
Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wirft ihnen vor, die Regierung nicht vorab über die Ermittlungen informiert zu haben.

Seit Beginn der Affäre Mitte Dezember mussten bereits Hunderte Sicherheitskräfte ihre Posten räumen. Im Zuge der Korruptionsermittlungen hatte die Justiz Dutzende Verdächtige festgenommen – unter anderen drei Söhne von türkischen Ministern, die daraufhin zurücktraten.

Beim Skandal geht es auch um illegale Goldgeschäfte mit dem Iran und umstrittene Baugenehmigungen. Noch nie wurde es so eng für den türkischen Regierungschef, der von einer ausländischen Verschwörung spricht. Erdogan lehnt einen Rücktritt kategorisch ab; er will im nächsten August der neue Präsident der Türkei werden – ausgestattet mit größeren Machtbefugnissen.

Hintergrund des Skandals ist ein Machtkampf der konservativen Regierung und der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen, der in den USA lebt. Beide Lager waren einst Verbündete.