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Lage in Falludscha spitzt sich zu

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Lage in Falludscha spitzt sich zu

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Im Irak verschärft sich die Lage für die Einwohner von Falludscha. Stundenlang müssen die Menschen an stehen, um etwas Benzin für die Flucht oder zum Heizen zu ergattern. Viele Einwohner sind bereits geflohen. Ministerpräsident Nuri Al-Maliki versicherte, auf einen Angriff auf Falludscha zu verzichten, wenn die Einwohner die Islamisten bekämpfen: “Ich fordere die Bevölkerung von Falludscha und die Stammesführer auf, sich zu vereinen und jene bösen Menschen zu vertreiben, denn Falludscha hat schon viele Kämpfe und viel Zerstörung gesehen. Wir wollen nicht, dass diese Stadt leidet. Wir werden keine Gewalt anwenden, solange die Stämme bereit sind, gegen Al-Kaida zu kämpfen”, erklärte Al-Maliki.

Seit vergangener Woche kontrollieren Kämpfer des “Islamischen Staat im Irak und der Levante” (ISIL) Falludscha und erklärten die Stadt am Freitag zum “islamischen Emirat”. Viele Bewohner Falludschas suchen in der gut 130 Kilometer entfernten Heiligen Stadt Kerbala Zuflucht.

“Wir kamen aus Al-Anbar, weil sich die Lage dort zuspitzt und wie sie sehen die Familien fliehen”, sagt ein Mann aus Falludscha.

Bei den seit über eine Woche anhaltenden Gefechten Kämpfen in der Provinz Al-Anbar sind mehr als 250 Menschen getötet worden.