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Cannabis in Frankreich als Medikament erlaubt

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Cannabis in Frankreich als Medikament erlaubt

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In Frankreich wird seit 9. Januar die teilweise Freigabe von Cannabis als Medikament erlaubt . Dieses Betäubungsmittel ist schon länger bekannt für seine Wirksamkeit bei der Schmerzbekämpfung im Endstadium von Krebs. Es lindert aber auch unter bestimmten Voraussetzung die Nebenwirkungen von starken Aids-Medikamenten. Das neu in Frankeich unter dem Markennamen “Sativex” zugelassene Mittel der Firma GM Pharmaceuticals ist bereits in Deutschland und in Großbritannien als Medikament erlaubt. Die englische Firma arbeitet mit Novartis in Frankreich und Bayer in Deutschland zusammen.

Beworben wird das Mittel vom Hersteller unter Hinweis auf seine anti-spastischen Wirkungen, die bisher von 1,2 Patienten weltweit, davon 600.000 in Europa, gut vertragen würden. Bei Patienten mit MS wird eine Wirksamkeit von 84 % angegeben.

Das in den USA unter dem Markennamen “Nabiximols” vertriebene Mittel wird in Form von Spray eingenommen, so ähnlich wie verschiedenen Asthmamittel.

Der halblegale Umgang mit den sogenannten “weichen Drogen” ist nicht nur ein Thema in der Jugendszene. Aus der alternden Gesellschaft der Industrieländer werden immer wieder Fälle bekannt, wie ältere Menschen sich Haschkekse backen zur Linderung ihrer chronischen Schmwerzen. Weil bestimmte Schmerzen, denen Ursachen im Alter nicht mehr beseitigt werden können, von der Schulmedizin nur mit starken Schmerzmitteln zu bekämpfen sind, die entsprechend starke Nebenwirkungen entwickeln.

Aber auch die Diskussion um einen nicht total verbotenen Umgang mit weichen Drogen für die bisher illegal konsumierende jüngere Klientel wird in Berlin gerade wieder diskutiert. So hat die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Kreuzberg den Vorschlag angenommen, einen sogenannten “Coffeeshop” am Görlitzer Park einzurichten. Dieser bei Familie beliebte Park im Szenebezirk in der Mitte von Berlin ist zum Ärger von Anwohnern und Behörden in den letzten Jahren zum “Arbeitsplatz” der illegalen Drogenhändler geworden. Von Januar bis Ende Juli 2013 unternahm die Polizei rund 60 Sondereinsätze im Görlitzer Park. Dabei wurden 428 Menschen überprüft und 170 Strafanzeigen gestellt. Statt mit noch mehr Razzien will die neue grüne Bezirksbürgermeisterin mit Entzug der Geschäftsgrundlage gegen die Dealer vorgehen.

Um die angedachten Verkaufsstelles wird nun heftig gestritten.