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Die ruhige Kugel der Währungshüter

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Die ruhige Kugel der Währungshüter

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Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England lassen das Jahr geldpolitisch ruhig angehen – die Leitzinsen bleiben wie gehabt.

So lässt die EZB die vieldiskutierten “weiteren Instrumente” zur Bewältigung der Wirtschaftsflaute vorerst im Schrank – trotz Mini-Inflation und schwacher Konjunktur. Der Leitzins im Euroraum bleibt bei 0,25 Prozent.

Der Druck auf Europas Währungshüter war zuletzt gestiegen, besonders weil die Kreditvergabe an Unternehmen auch im November deutlich zurückgegangen war – trotz der Leitzinssenkung auf ein Rekordtief.

Auch die britische Notenbank ändert ihren aggressiven geldpolitischen Kurs vorerst nicht – trotz starken Wirtschaftswachstums (gut 3 Prozent) und sinkender Arbeitslosigkeit. Der Leitzins bleibe auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent – wie seit mittlerweile knapp fünf Jahren. Das Wertpapierkaufprogramm wurde nicht angetastet.

Beim Übergang von Krise in Wachstum ist das Timing der Zinswende nach oben kniffelig: “Zu früh” würgt die Konjunktur ab, “zu spät” riskiert Inflation und Spekulationsblasen.

su mit dpa