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Nach absichtlich ausgelöstem Stau: Gouverneur von New Jersey lässt Köpfe rollen

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Nach absichtlich ausgelöstem Stau: Gouverneur von New Jersey lässt Köpfe rollen

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Es sollte eine Rachaktion gegen einen widerspenstischen demokratischen Bürgermeister sein. Jetzt muss sich der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, mit den Folgen des “Bridgegate” getauften Skandals auseinandersetzen.

Die Vize-Stabschefin Christies hatte im vergangenen September per Email die Sperrung mehrerer Fahrbahnen an der Anknüpfung einer Brücke nach New York veranlasst. Der Bürgermeister der dort liegenden Stadt Fort Lee hatte Christie im Wahlkampf nicht unterstützt.

Der stundenlange Stau behinderte unter anderem mehrere Rettungseinsätze. Eine 91-Jährige starb später an Herzversagen.

Christie stritt ab, von dem Plan gewusst zu haben. Zwei Mitarbeiter mussten bereist gehen. Kurz vor seiner Pressekonferenz feuerte Christie nun auch seine Vize-Stabschefin:

“Ich bin heute hier, um mich bei den Menschen in New Jersey zu entschuldigen”, sagte Christie. “Ich entschuldige mich bei den Bewohnern von Fort Lee und bei den Mitgliedern des Parlaments von New Jersey. Ich bin beschämt von dem Verhalten einiger meiner Mitarbeiter.”

Die Staatsanwaltschaft untersucht derzeit, ob bei der Aktion nationale Gesetze gebrochen wurden.

Chris Christie gilt als möglicher republikanischer Präsidentschaftskandidat.