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New York: Anklagen gegen simulierende Polizisten und Feuerwehrleute

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New York: Anklagen gegen simulierende Polizisten und Feuerwehrleute

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Mehr als einhundert Menschen, vor allem Polizisten und Feuerwehrleute, sollen sich in New York Invalidenrenten erschlichen haben. Gegen sie wurde jetzt Anklage erhoben; die meisten wurden inzwischen festgenommen.

Sie schilderten demnach seelische Leiden, wie Ängste oder Depressionen – angeblich beruflich bedingt. Sie könnten daher nicht mehr arbeiten oder nicht einmal mehr aus dem Haus gehen.

Rund die Hälfte von ihnen nutzte dazu die Anschläge vom 11. September 2001 aus – nach denen viele Einsatzkräfte wirklich schwere Schäden davontrugen.

New Yorks Polizeichef Bill Bratton sagt, das Andenken an diejenigen, die damals tatsächlich Leben oder Gesundheit gelassen hätten, dürfe durch die Angeklagten nicht besudelt werden: Dazu dienten diese Festnahmen.

In Wahrheit konnte von den geschilderten Leiden nicht die Rede sein: Das zeigen zum Beispiel Bilder aus dem Internet, auf denen manche Angeklagten fröhlich auf dem Motorrad oder dem Jetski zu sehen sind.

Vier der Angeklagten leiteten die anderen laut Anklage bei dieser Trickserei an und ließen sich dafür bezahlen: So zeigten sie ihnen auch, wie man diese Leiden simuliert. In den meisten Fällen wurden so zehntausende Dollar pro Jahr fälschlich ausgezahlt – zusätzlich zu einer regulären Rente.