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Die letzte Reise der Costa Concordia

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Die letzte Reise der Costa Concordia

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Seit fast zwei Jahren liegt die Costa Concordia im seichten Gewässer vor der Insel Giglio, jetzt soll das havarierte Wrack im Juni abgeschleppt werden. Zwölf Häfen und Unternehmen aus sechs Ländern bewarben sich um den Auftrag, das Schiff zu verschrotten.

Wer den Zuschlag bekommt, soll bis Ende März entschieden werden, so der italienische Zivilschutz bei einer Pressekonferenz am Freitag: “Wenn der Zielhafen zu weit entfernt ist, dann könnten wir das Schiff nicht sicher transportieren. In diesem Fall würde die Concordia bis September oder Oktober in einem Übergangshafen bleiben. Erst dann hätte das Schwergutschiff Vanguard Zeit, die Concordia abzuschleppen. Damit soll es dann vom Übergangshafen zum endgültigen Zielhafen transportiert werden.”

Das riesige Transportschiff “Dockwise Vanguard” soll das havarierte Wrack im huckepack zur Verschrottung bringen. Das gekenterte Kreuzfahrtschiff wiegt rund 114.500 Tonnen – das sind nur rund zwei Tonnen weniger als die Vanguard, das größte Halbtaucherschiff der Welt, maximal tragen kann.

Knapp eine Milliarde Euro kostet die Bergung des Luxusliners, die Reederei übernimmt davon rund 600 Millionen Euro, so Michael Thamm von Costa Crociere. Den Rest müssen Versicherungen tragen.

Im Januar 2012 waren bei der Havarie der Costa Concordia insgesamt 32 Menschen gestorben.