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Thailand: Beobachter halten bevorstehenden Militärputsch für nicht ausgeschlossen

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Thailand: Beobachter halten bevorstehenden Militärputsch für nicht ausgeschlossen

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In Thailand haben Regierungsanhänger für eine Durchführung der geplanten Wahlen demonstriert.

Seit Wochen fordern die Regierungsgegner einen Umsturz mit Reformen, weil sie der Regierung Korruption und Populismus vorwerfen. Sie versuchen die für den 2. Februar geplanten Neuwahlen zu verhindern.

Wahlen, bei denen die Regierung zahlenmäßig wahrscheinlich genügend Unterstützer fände. “I möchte hier zeigen, dass ich eine Neuwahl will, und dass ich demokratische Wahlen unterstütze, damit das Land vorankommt”, so ein Demonstrant.

Am Rande der Kundgebung kam es am Freitag auch zu Zusammenstößen zwischen beiden Lagern, sechs Personen wurden verletzt.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bleibt das Militär, so Panithan Wattanayakorn, Politikwissenschaftler an der Chulalongkorn Universität: “Wir sollten wachsam sein, denn wir hatten das alles schon einmal: Zusammenstöße auf den Straßen, ein politischer Stillstand, Korruption und Majestätsbeleidigungen. Diese Faktoren haben beim letzten Mal zu einem Putsch geführt.”

Das war im Jahr 2006. Damals setzte das Militär Thaksin Shinawatra, den Bruder der aktuellen Ministerpräsidentin, nach Korruptionsvorwürfen ab.

In der ländlichen Bevölkerung bleibt sein Rückhalt groß. Seine Gegner werfen ihm vor, im Land noch immer die politischen Fäden zu ziehen.