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Chemieunfall in den USA: 300.000 Menschen ohne Leitungswasser

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Chemieunfall in den USA: 300.000 Menschen ohne Leitungswasser

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Notstand nach einem Chemieunfall im US-Bundesstaat West Virginia: Hunderttausende Menschen haben keinen Zugang mehr zu Trinkwasser. Sie sind auf Hilfslieferungen angewiesen. Eine Chemikalie aus einer Fabrik verseuchte das gesamte Leitungswassernetz, bis zu 2.400 Kilometer laut örtlichen Medien. Die Einwohner sind besorgt: “Wir haben ein Baby. Wir versuchen also Wasser für seine Flaschen aufzutreiben. Wir können zurückstecken, das Wichtigste ist, dass er alles hat, was er braucht”, so Beverly.

Das Lösungsmittel ist gesundheitsschädlich und sollte nicht berührt, eingeatmet oder verschluckt werden. Mehr als 700 Menschen suchten bereits das Krankenhaus auf mit Symptomen wie Schwindel, Durchfall, Erbrechen und Hautausschlägen. Sogar duschen ist momentan nicht erlaubt. Larry erzählt: “Meine Tochter ist dreizehn, natürlich will sie duschen. Sie rief mich an und sagte mir, dass sie trotzdem eine Dusche nehmen wird. Ich habe es ihr verboten und ihr erklärt, dass das Wasser, als wir es heute Morgen aufdrehten, nach Hustensirup roch. Sogar die Luft hier riecht danach.”

Der Direktor der verantwortlichen Fabrik erklärte, dass diese Chemikalie nur sehr selten in Wasser gelange. Er könne deshalb momentan nicht sagen, ab welcher Menge Gift im Fluss eine Gefahr für die Bevölkerung bestünde und auch wie man es wieder loswerde, wisse er nicht.