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Hoffnung auf Ende der Gewalt in Zentralafrika

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Hoffnung auf Ende der Gewalt in Zentralafrika

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Angespannt, aber unter Kontrolle – so beschreiben französische Militärs derzeit die Lage in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, Bangui. Nach dem Rücktritt von Übergangspräsident Michel Djotodia haben Kampfpanzer der ehemaligen Kolonialmacht vor dem Präsidentenpalast Stellung bezogen. Viele Bewohner der Hauptstadt feierten derweil den Rücktritt von Djotodia:

“Jetzt wird der Frieden zurückkehren”, sagte ein Bewohner Banguis, “es ist Schluß mit dem Krieg zwischen Christen und Moslems, weil der Mann, der uns gespalten hat, endlich weg ist.”

Djotodia gab seinen Rücktritt nach einer Krisenkonferenz im Tschad bekannt. Auch Ministerpräsident Nicolas Tiangaye legte seine Ämter nieder. Mehrere Nachbarstaaten hatten sie zu diesem Schritt gedrängt.
Djotodia war der erste muslimische Präsident des Landes. Seine Rebellen stürzten im März 2013 den christilichen Präsidenten Francois Bozize. Christen klagen seitdem über Überfälle und Plünderungen durch muslimische Ex-Rebellen und schlagen mit eigenen Milizen zurück. Wegen der anhaltenden Gewalt ist ein Viertel der Bevölkerung auf der Flucht, Tausende starben.