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Jomaâ in Tunesien mit Regierungsbildung beauftragt

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Jomaâ in Tunesien mit Regierungsbildung beauftragt

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Nach dem Rücktritt von Tunesiens Regierungschef Ali Larayedh soll jetzt der bisherige Industrieminister Mehdi Jomaâ eine neue Regierung bilden. Hintergrund des Regierungswechsels ist die seit Monaten andauernde politische Krise in dem nordafrikanischen Mittelmeerland, das als Ursprung des sogenannten Arabischen Frühlings gilt.

“Die neue Regierung wird bis zu den nächsten Wahlen aus politisch unabhängigen Experten bestehen, das ist das Hauptkriterium,” sagte der neue Regierungschef, “ich habe viele Gespräche geführt, ich war bei allen Parteien, und jetzt habe ich eine ganz genaue Vorstellung, eine Vision.”

Sein islamistischer Vorgänger war am Donnerstag zurückgetreten. Seiner Partei wurde eine politische Mitverantwortung am Mord an Oppositionspolitiker Brahmi vorgeworfen. Um die eskalierende Krise zu beenden, hatte sich die Partei bereit erklärt, die Macht abzugeben.

Unterdessen kam es im Süden des Landes erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Neben dem Mord an Brahmi spielen dabei auch Steuererhöhungen und mangelnde Fortschritte bei der Verbesserung der Lebensbedingungen eine entscheidende Rolle.