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Neue Unruhen in Kiew

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Neue Unruhen in Kiew

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Demonstranten und Polizisten aneinandergeraten. Anlass war die Verurteilung von drei Aktivisten zu sechs Jahren Haft. Sie sollen 2011 einen Plan ausgeheckt haben, um eine Lenin-Statue in die Luft zu sprengen. Die Richter sahen darin eine Terrorverschwörung. Die Situation eskalierte, als die Demonstranten die Fahrzeuge der Polizei blockierten und mit Farbe bewarfen.

Bei den Auseinandersetzungen wurde auch der frühere Innenminister und Anführer der Opposition, Jurij Luzenko, verletzt. Viele lassen sich dennoch nicht einschüchtern. Eine Demonstrantin sagte: “Wir werden weiterhin hierherkommen und protestieren. Wir haben nichts, um uns zu schützen – keine Knüppel, keine Schilder. Aber wir haben unsere Ehre.”

Nach den Ereignissen der Nacht verstärkten die Regierungsgegner auf dem Unabhängigkeitsplatz Maidan die Sicherheitsvorkehrungen. Seit zwei Monaten haben sie dort ihre Zelte aufgeschlagen. Angelina Kariakina, unsere Korrespondentin vor Ort, erklärte: “Obwohl es in den Winterferien relativ ruhig war, ist die Lage immer noch angespannt. Die ukrainischen Regierungsgegner sind dazu entschlossen erneut auf die Straße zu gehen. Die Namen derer, die im November Gewalt gegen Demonstranten angewendet haben, wurden immer noch nicht veröffentlicht. Die Menschen wollen, dass die Polizisten Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Ein Weg ist, sie dazu zu zwingen ihre Masken abzunehmen, damit man ihre Gesichter sehen kann.”