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Erste Annäherung zwischen Christen und Muslimen in Zentralafrika

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Erste Annäherung zwischen Christen und Muslimen in Zentralafrika

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In der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui ist vereinzelt Ruhe eingekehrt. Im Viertel Bimbo etwa verständigten sich die christlichen Anti-Balaka Milizen und die muslimischen Seleka-Rebellen auf einen Waffenstillstand. Augenzeugen zufolge fielen sich sogar Kämpfer beider Seiten in die Arme unter dem Applaus der Bewohner. Doch in anderen Teilen der Stadt kommt es immer noch zu Plünderungen.

Die Bilanz nach den Kämpfen der vergangenen Wochen ist verheerend: mehr als Tausend Tote, knapp eine Million Flüchtlinge, geschlossene Behörden und eine Wirtschaft, die am Boden liegt. Eugenie, eine junge Frau aus Bangui, klagt: “Wir brauchen Frieden, denn wir haben alles verloren. Unsere Verwandten sind weg, unsere Eltern und unsere Kinder sind in den Busch geflohen.”

Nach dem Rücktritt des Präsidenten Michel Djotodia am Freitag soll nun Alexandre-Ferdinand Nguendet gemeinsam mit dem Nationalen Übergangsrat die Wahl eines neuen Präsidenten organisieren.