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Proteste in der Ukraine nehmen wieder Fahrt auf

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Proteste in der Ukraine nehmen wieder Fahrt auf

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Die Weihnachtspause ist endgültig vorbei: In Kiew haben am Sonntag Zehntausende die Proteste auf dem Maidan-Platz wieder aufgenommen. Darunter auch Prominente wie die Sängerin Ruslana Lyschytschko.

Die Stimmung ist aufgeheizt, nachdem es am Freitag Verletzte bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und zumeist rechten Regierungsgegnern gab.

Oppositionsführer Vitali Klitschko fordert Konsequenzen: “Ich verlange, dass der Innenminister Stellung zum Verhalten der Polizei nimmt. Auch das Kabinett und Präsident Janukowitsch sind verantwortlich für das, was passiert. Wir verlangen persönliche Sanktionen für die Leute, die Menschenrechte verletzen.”

Auch Iryna Lutsenko, die Frau des bei den Ausschreitungen verletzten Oppositionellen Yuri Lutsenko, nimmt Stellung: “Wir reden von Machtmissbrauch, wenn die Regierung die Sicherheitskräfte als eine Bestrafungsmaschine einsetzt, als eine Maschine, die die Leute brechen soll. Und auch wenn es offiziell Ermittlungen gibt, ist doch klar, dass Janukowitsch seine Männer nicht ausliefern wird.”

Die Massenproteste in der Ukraine dauern seit November an. Sie hatten begonnen, nachdem Präsident Wiktor ein bereits ausgehandeltes Abkommen mit der EU auf Eis legte.

Unser Korrespondent Sergio Cantone erklärt:
“Die Maidan-Bewegung bekommt nach der Weihnachtspause Aufwind, weil ukrainische Sicherheitskräfte Freitagnacht Demonstranten angriffen. Trotzdem sollte die Opposition eine neue politische Strategie einschlagen. Und die internationale Gemeinschaft ist aufgefordert, sie zu unterstützen.”