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Israelis und Gäste aus aller Welt geben Ariel Scharon letztes Geleit

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Israelis und Gäste aus aller Welt geben Ariel Scharon letztes Geleit

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Acht Generäle haben den Sarg zu seiner letzten Ruhestätte getragen: Der frühere israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ist auf seiner Farm im Süden Israels mit militärischen Ehren beigesetzt worden.

Im Beisein von Gästen aus aller Welt wurde der Politiker und Militär neben seiner im Jahre 2000 gestorbenen Frau Lily auf der Schikmim-Farm in der Negev-Wüste begraben. Der 85-Jährige war am Samstag nach acht Jahren im Koma gestorben.

Israels Generalstabschef Benni Gantz gelobte in seiner Trauerrede, er werde dem Erbe des “Kämpfers” Scharon treu bleiben. Er sei gekommen, um ihm zu versichern, dass die Armee das Volk, das Scharon so teuer gewesen sei, weiterhin beschützen werde. Sie werde noch viele Jahre nach dem Vorbild Scharons bestehen bleiben.

Zahlreiche Trauergäste legten Kränze an dem Grab nieder, darunter auch US-Vizepräsident Joe Biden. Er sprach auch Scharons Söhnen Omri und Gilad sein Beileid aus.

Gilad spielte in seiner Ansprache auf die Mauer an, die das Westjordanland von Israel trennt. Er sagte, man habe es immer für unmöglich gehalten, dass man den palästinsischen Terrorismus des vergangenen Jahrzehnts besiegen könne. Sein Vater habe mit dem Bau des Sicherheitswalls aber die Ordnung wieder hergestellt – und das sei bis heute so geblieben. Er habe Fall für Fall das Unmögliche zur Realität gemacht. So entstünden Legenden, so bilde ein Volk eine Einheit.

Scharon selbst hatte entschieden, dass er lieber in der rauen Landschaft der Negev-Wüste beerdigt werden wollte als auf dem noblen Herzlberg in Jerusalem, auf dem andere wichtige Persönlichkeiten der
israelischen Geschichte begraben liegen.