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Ägypten: Referendum wird von Gewalt überschattet

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Ägypten: Referendum wird von Gewalt überschattet

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In Ägypten beginnt am Mittwochmorgen um acht Uhr der zweite Tag des Referendums über die neue Verfassung. Es gilt als sicher, dass die 53 Millionen wahlberechtigten Ägypter dem Entwurf zustimmen. Mit der neuen Verfassung könnten auch die Bürger mehr Rechte bekommen – Kritiker betonen jedoch, dass sich das derzeit regierende Militär Sonderrechte vorbehält.

Beobachtern zufolge will sich die Armee mit der Abstimmung die Zustimmung des Volkes bei den kommenden Parlamentswahlen sichern. Armeechef General Abdel Fattah al-Sisi gilt als nächster Präsidentschaftskandidat.

Trotz enormer Sicherheitsvorkehrungen wurde das Referendum von Gewalt überschattet. Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi lieferten sich wie in der Stadt Sohag tödliche Kämpfe mit den Sicherheitskräften.

In Giza in der Nähe von Kairo explodierte eine Bombe – Augenzeugen sprechen von mehreren Verletzten. Insgesamt kamen bei Ausschreitungen landesweit rund zehn Menschen ums Leben. Über hundert Personen wurden verhaftet.