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Belgischer Senat für Sterbehilfe für Kinder

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Belgischer Senat für Sterbehilfe für Kinder

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Der belgische Senat hat sich am Dienstag dafür ausgesprochen, die Sterbehilfe auf schwer kranke Kinder auszudehnen. Zwar wird das Gesetz vom Abgeordnetenhaus wohl erst kurz vor den Wahlen im Mai verabschiedet werden und dann in Kraft treten, doch schon jetzt tobt eine heftige Diskussion um die Sterbehilfe für Minderjährige. Die belgische Bevölkerung ist in der Frage tief gespalten. Das vom Senat mit 50 zu 17 Stimmen verabschiedete Gesetz verlangt, dass Kinder verstehen, was Sterbehilfe bedeutet. Eltern und Ärzte müssen ihren Sterbewunsch unterstützen. Belgien geht damit einen Schritt weiter als die Niederlande. Dort ist Sterbehilfe für Kinder, die älter als 12 Jahre sind, erlaubt. Belgien will kein Mindesalter vorschreiben. Gegner der Sterbehilfe verweisen über generelle Bedenken hinaus darauf, dass Kinder weder ein Haus noch Alkohol kaufen dürfen, künftig aber ihre eigene Tötung fordern können. Befürworter des Gesetzes erwidern, dass diese Kinder angesichts ihres bevorstehenden Todes und der schweren Erkrankung weitaus reifer seien als Gleichaltrige.