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Deutsche Wirtschaft: Wachstum voraus

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Deutsche Wirtschaft: Wachstum voraus

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Die deutsche Wirtschaft ist 2013 gewachsen, aber so schwach wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,4 Prozent zu, so das Statistische Bundesamt. Und das nach nach plus 0,7 und plus 3,3 Prozent in den Jahren zuvor.

Für Schwung sorgten vor allem die Verbraucher dank des Beschäftigungsrekords: Der private Konsum stieg um 0,9 Prozent. Die Ausfuhren stiegen dagegen nur um 0,6 Prozent, nach 3,2 Prozent 2012. Die Wirtschaft steckte 2,2 Prozent weniger in Maschinen und Anlagen.

Die Deutsche Bundesbank rechnet dieses Jahr mit 1,7 Prozent Wachstum, das sich 2015 auf 2,0 Prozent beschleunigen soll. Weltweit erwartet die Weltbank + 3,2 Prozent.

Aktienhändler Robert Halver, Baader Bank:

“Die Zukunft sieht besser aus, das heißt die Prognosen für die Weltwirtschaft sind immerhin noch besser als erwartet und das ist immer wunderbar für deutsche Aktien, die Exportfantasie haben.”

Das Bundesfinanzministerium hat Kritik aus dem Ausland an der deutschen Exportstärke zurückgewiesen. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen den deutschen Überschüssen einerseits und einer schwierigen Entwicklung in anderen Euro-Ländern, sagte Staatssekretär Steffen Kampeter zum deutschen Rekord-Leistungsbilanzplus des vergangenen Jahres.

Laut Ifo Institut: war der Leistungsbilanzüberschuss (internationale Güterströme und Finanztransfers zwischen In- und Ausland) Deutschlands 2013 der größte weltweit. Mit knapp 200 Milliarden Euro lag das Land vor China mit rund 143 Milliarden Euro und Rohstoffexporteur Saudi-Arabien.

Soll heißen: Deutschland exportierte neben Waren auch einen Großteil seiner Ersparnis ins Ausland. Es investierte in Sach- und Finanzanlagen im Rest der Welt und beteiligte sich direkt oder indirekt an fiskalischen Rettungskrediten oder öffentlichen Hilfen zur Absicherung privater Kapitalströme.

su mit Reuters