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"Europa hat die Wahl: Reform oder Abstieg"

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"Europa hat die Wahl: Reform oder Abstieg"

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Im Vorfeld der Europawahl hat Großbritanniens konservativer Finanzminister George Osborne auf einer Konferenz in London bei einem euroskeptischen Rundumschlag ausgeholt. In den letzten sechs Jahren sei die europäische Wirtschaft “ins Stocken geraten”, während gleichzeitig Indien um ein Drittel und China um die Hälfte zugelegt hätten. In den kommenden 15 Jahren drohe sich der Anteil Europas an der globalen Wirtschaft zu halbieren.

George Osborne, britischer Finanzminister:

“Das größte Wirtschaftsrisiko für Europa sind nicht die, die Reformen wollen und die Verträge neu verhandeln. Der Status quo ist es, der das Volk von Europa zu einer anhaltenden Wirtschaftskrise verurteilt und zu dauerhaftem Niedergang.

Europa hat die Wahl: Reform oder Abstieg. Wir wollen die Reform und das Volk entscheiden lassen, und so machen wir das auch.”

Osborne listete eine Reihe von EU-Finanzmarktregelungen auf, gegen die sein Land vor dem Europäischen Gerichtshof angehen wolle.

Eine Finanztransaktionssteuer, wie sie elf europäische Staaten einführen wollen, darunter Deutschland und Frankreich, lehnte er als “teure Jobvernichtungs-Idee” ab. “Mit so einer verstärkten Zusammenarbeit sollten wir besser Jobs schaffen.”

Osbornes EU-Kritik wird als Versuch gesehen, das Profil seiner Partei vor der Europawahl im Mai gegen die euroskeptische UK Independence Party (Ukip) zu schärfen.

su mit Reuters