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Migranten stürmen Stacheldrahtzaun um spanische Enklave

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Migranten stürmen Stacheldrahtzaun um spanische Enklave

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Etwa 450 Flüchtlinge und Migranten haben in Marokko den Zaun um die spanische Enklave Melilla gestürmt. Rund 60 von ihnen schafften es, den mit Stacheldraht bewehrten Zaun zu überwinden und auf EU-Gebiet zu gelangen.

Für den Großteil hielt die Freude allerdings nicht lange. Die Polizei nahm etwa 40 Personen fest – in solchen Fällen folgt oft die Abschiebung.

Melilla ist eine von zwei spanischen Enklaven in Marokko. Viele Flüchtlinge versuchen hier, europäisches Territorium zu erreichen, ohne die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer antreten zu müssen.

Die übrigen 20 nicht festgenommenen Flüchtlinge werden vermutllich versuchen, unerkannt mit einer der regulären Fähren aufs Festland überzusetzen.

Nachdem der Stacheldraht am Absperrzaun 2006 wegen der Verletzungsgefahr entfernt worden war, installierte Spanien ihn zuletzt erneut. Innerhalb von neun Monaten hatten etwa 3000 Migranten versucht, den Zaun zu erklimmen.

Die südlichen EU-Länder fordern mehr Unterstützung bei der schwierigen Beaufsichtigung der Außengrenzen, während die nördlichen Länder darauf verweisen, mehr Migranten als der Süden aufzunehmen.

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