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Steinmeier findet Hollande "mutig"

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Steinmeier findet Hollande "mutig"

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Die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission haben die Spar- und Reformpläne des französischen Präsidenten François Hollande begrüßt. Der Politiker will mit niedrigeren Sozialabgaben für Unternehmen und Einsparungen bei öffentlichen Ausgaben die ins Stocken geratene französische Wirtschaft wieder ankurbeln.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: “Das, was der französische Präsident gestern vorgelegt hat, ist erstens mutig. Zweitens, finde ich, in der Berichterstattung angesichts anderer Themen, die scheinbar interessant waren, nicht genügend gewürdigt worden.”

Eines davon: die deutsch-französische Energiewende. Auf diesen Vorschlag des Nuklearlands Frankreich reagierte die Bundesregierung allerdings skeptisch.

Daniel Gros vom Zentrum für europäische Politikstudien: “Frankreich ist auf dem Papier zumindest ein sehr zentralistischer Staat, was der Präsident sagt, sollte auch geschehen. In der Wirklichkeit gibt es oft starke Widerstände: in der Bevölkerung, in der Partei, das haben wir immer wieder gesehen. Sarkozy ist letztendlich daran gescheitert, und Hollande muss es jetzt noch einmal versuchen.”

Dass dieser Neustart für François Hollande einfach wird, das bezweifelt nicht nur die französische Opposition. Wegen hoher Schulden und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit gilt Frankreich als eines der Sorgenkinder der Eurozone.

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