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Verfassungsreferendum in Ägypten ruhig verlaufen

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Verfassungsreferendum in Ägypten ruhig verlaufen

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Der zweite Tag der Volksabstimmung über die neue Verfassung ist in Ägypten weitgehend ruhig verlaufen. Am Vortag waren bei Zusammenstößen zwischen Islamisten, und Sicherheitskräften elf Menschen ums Leben gekommen.

Die Verfassung schreibt die Vorrechte des Militärs fest. Sie garantiert – zumindest auf dem Papier – die Bürger- und Freiheitsrechte und drängt den Einfluss der Religion zurück, den die vorangegangene, von den Islamisten durchgesetzte Verfassung gewährleistet hatte.

Die Anhänger des Militärchefs Abdel Fattah al-Sisi erklärten, die Wahlbeteiligung sei so hoch gewesen wie bei keiner Wahl seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak vor drei Jahren.

Eine Wählerin meint: “Al-Sisi bringt uns Frauen wieder die Gleichstellung. Gleiche Rechte auch für Frauen in der Arbeitswelt. Und auch für die Rentner wird alles besser. Die neue Verfassung ist gut.”

Die glatte Annahme des Verfassungsentwurfs durch eine Mehrheit der Wähler scheint sicher. Viele Ägypter erhoffen sich von der Annahme des Grundgesetzes stabilere Verhältnisse im Land ohne weitere Umbrüche und politische Unruhen. Ergebnisse will die Wahlkommission innerhalb von drei Tagen verkünden. Die Unterstützer des im Vorjahr entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi erklärten, ein Großteil der Bevölkerung sei ihrem Aufruf zum Boykott der Abstimmung gefolgt.