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Bestechung: Formel-1-Boss Ecclestone muss in München vor Gericht erscheinen

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Bestechung: Formel-1-Boss Ecclestone muss in München vor Gericht erscheinen

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Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wird sich demnächst in München wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue verantworten müssen. Er soll im Zusammenhang mit dem Verkauf von Formel-1-Anteilen Schmiergelder in Höhe von 44 Millionen US-Dollar an die bayerische Landesbank gezahlt haben.
Das Landgericht München stimmte einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft zu.

“Das Gesetz sieht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren vor für die im Raum stehenden Vorwürfe. In besonders schweren Fällen von Bestechung können sogar bis zu zehn Jahre Haft verhängt werden”, erklärte Andrea Titz, Sprecherin des Landgerichts München.

Zum Prozessbeginn – wahrscheinlich im April – wird Ecclestone persönlich in München erscheinen müssen.
Unabhängig von der Zulassung der Anklage bestätigte der 83-jährige Ecclestone sein Interesse am Kauf des insolventen Nürburgrings. Er soll bereits erste Vorgespräche geführt haben.
Die Nürburgring-Sanierer kommentierten Ecclestones Interesse nicht und betonten erneut, sich nicht zu möglichen Bietern für die Rennstrecke zu äußern.