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Hariri-Prozess: "Wir wollen keine Rache, aber Gerechtigkeit"

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Hariri-Prozess: "Wir wollen keine Rache, aber Gerechtigkeit"

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Vor dem Libanon-Sondertribunal in Den Haag ist der Prozess um die Ermordung des ehemaligen libanesischen Regierungschefs Rafik al-Hariri eröffnet worden. Das Verfahren findet in Abwesenheit der fünf Angeklagten statt – sie sind weiterhin flüchtig.

Auch al-Hariris Sohn Saad war in Den Haag. Er wolle keine Rache, aber Gerechtigkeit, sagte er im strömenden Regen vor dem Gerichtsgebäude: “Die Männer, die in diesem Fall angeklagt sind, die Rafik al-Hariri und seine Anhänger getötet haben, dürfen nicht beschützt werden. Diese Menschen nicht an die Justiz auszuliefern ist ein weiteres Verbrechen.”

Dass am Ende des Prozesses die Wahrheit ans Licht kommt, ist eher unwahrscheinlich, so Beobachter. Im Libanon waren kurz vor Verfahrensbeginn erneut Bomben explodierte – die Stimmung im Land ist angespannt.