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Heftige Debatte über spanische Abtreibungsnovelle

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Heftige Debatte über spanische Abtreibungsnovelle

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Eine Gesetzesnovelle der spanischen Regierung zur Einschränkung von Abtreibungen hat im Europaparlament eine heftige Debatte ausgelöst. Der Vorschlag aus dem vergangenen Dezember in Madrid lässt Abtreibungen nur noch in ganz bestimmten Fällen zu. Die spanische Regierung denke nicht an die Neugeborenen, nicht an die Kinder, die in Armut leben müssten, so die sozialistische Europaabgeordnete Iratxe Garcia Perez aus Spanien. Der Vorschlag zwinge Frauen, behinderte Kinder zur Welt zu bringen. Gleichzeitig kürze die Regierung die Hilfe für arme Familien. Die niederländische Liberale Sophie in t’Veld sagte: “Wenn Frauen Länder wie Deutschland oder den Internationalen Währungsfonds führen, können sie auch über ihren Körper und ihre Gesundheit selbst entscheiden.” Der spanische konservative Abgeordnete Jaime Mayor Oreja hingegen gab zu bedenken, dass viele Europäer und Spanier es ablehnten, auf den Schutz des ungeborenen Lebens zu verzichten. Doch trotz der turbulenten Debatte können weder das Europaparlament noch die Brüsseler Kommission auf die Gesetzgebung in den Mitgliedsländern der EU Einfluss nehmen.