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Mordfall Rafik al-Hariri: Sondergerichtsverfahren in Den Haag eröffnet

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Mordfall Rafik al-Hariri: Sondergerichtsverfahren in Den Haag eröffnet

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Das Sondergerichtsverfahren um den Mord des ehemaligen libanesischen Premierministers Rafik al-Hariri ist in Den Haag eröffnet worden. Die Anklagebank wird allerdings leer bleiben – die mutmaßlichen fünf Täter sind auf der Flucht.

Vier der Männer sollen der schiitischen Hisbollah-Miliz angehören. Im Libanon ist der Prozess hoch umstritten: Die meist sunnitischen Anhänger von Hariri fordern Aufklärung. Die Hisbollah andererseits bezeichnet das Verfahren als internationale Verschwörung gegen die Schiiten.

Am 14. Februar 2005 detonierte mitten in Beirut eine Autobombe, die Hariri und 22 weiter Menschen in den Tod riss. Die Details des Anschlags konnten nie genau geklärt werden. Auch neun Jahre nach dem Attentat explodieren in der libanesischen Hauptstadt wieder Bomben: Seit im Nachbarland Syrien Krieg herrscht, sind die Beziehungen zwischen Schiiten, Sunniten und Christen sehr angespannt.