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Kein Bußgeld wegen Google-Brille am Steuer

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Kein Bußgeld wegen Google-Brille am Steuer

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Die US-Amerikanerin Cecilia Abadie muss kein Bußgeld dafür zahlen, dass sie am Steuer ihres Autos auf einer Schnellstraße in San Diego eine internetfähige High-Tech-Brille, eine sogenannte Google Glass, trug.

Die 44-Jährige war im Oktober 2013 wegen vermeintlich überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei angehalten worden. Dann hatte sie sich mit einem Verkehrspolizisten darüber gestritten, ob das Tragen von Google-Glass-Brillen beim Fahren erlaubt sei.
Vor Gericht argumentierte Cecilia Abadie, die Computerbrille sei ausgeschaltet gewesen. Der Richter in Kalifornien sprach sie wegen mangels an Beweisen frei – auch für zu schnelles Fahren wurde sie nicht verurteilt.

Bisher gibt es keine Regeln zum Tragen der Google-Brillen, mit denen man Karten lesen, aber auch TV und Videos anschauen kann.

Cecilia Abadie plädierte nach dem Prozess dafür, das Fahren mit Google-Brillen zu erlauben, denn dieses sei sicherer als beim Fahren zu telefonieren. Die Informatikerin gehört zu den 30.000 sogenannten “Explorern”, die zur Zeit die Google-Brille auszuprobieren können, bevor diese auf den Markt gebracht wird. Ein genauer Termin für die Kommerzialisierung der High-Tech-Brille steht noch nicht fest, sie könnte aber schon in einigen Monaten zu kaufen sein.

Ob die Internet-Brille dann auch beim Fahren im Auto getragen werden darf, bleibt abzuwarten.