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Möbelmesse in Köln: "Der Trend ist, dass es keinen Trend gibt!"

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Möbelmesse in Köln: "Der Trend ist, dass es keinen Trend gibt!"

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Über eintausend Aussteller zeigen auf der Internationalen Möbelmesse IMM in Köln, wie sich das traute Heim verschönern, aufwerten oder einfach gemütlicher gestalten lässt. Ein wahres Paradies für Einrichtungsfans! Denn das sind die Deutschen den Statistiken zufolge. Knapp 400 Euro geben sie im Durchschnitt pro Jahr für Möbel aus. Wie lauten die aktuellen Wohntrends?

Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer Deutscher Möbelverband: “Der Trend ist, dass es keinen Trend gibt oder anders gesagt, jeder darf das, was er will! Und damit sind wir schon bei einem Trend: Absolute Individualität ist angesagt, erlaubt ist, was gefällt. Natürlich gibt es Funktionen, versteckt oder offen, natürlich gibt es Licht und natürlich gibt es auch das Spiel mit Farben in diesem Jahr wieder.”

Vielseitigkeit ist gefragt, wie beim Verwandlungssofa Nova von Rolf Benz, wahlweise Sessel, Sofa oder Bett, für knapp 4000 Euro.

Variabel ist auch der Ausziehtisch Soma von Kettnaker. Tischbeine und Platten können je nach Lust und Laune ausgetauscht werden. Ebenso variabel ist der Preis, zwischen vier und fünftausend Euro.

Dass man mit Bleistiften nicht nur schreiben oder zeichnen kann, beweisen originelle Lampenschirme aus Dänemark. Sieben verschiedene Farbvarianten hat die Firma Tom Rossau im Angebot. Zwischen 100 und 400 Euro kosten die Lampen je nach Größe.

Kommen wir auf ein ernstes Thema zu sprechen: Tapeten. In Deutschland derzeit wieder angesagt, wie eine Studie über die Psychologie der Tapete beweist. Die deutschen Tapetenkleber lassen sich sogar in Kategorien einteilen, erklärt Ivona Matas, Diplom-Psychologin am Deutschen Tapeteninstitut.

“Wir haben vier Typen herausgefunden. Wir haben einmal die Unbekümmerten, wir haben die Prestigebewussten, wir haben pragmatische Tapezierer und wir haben Menschen, die bei der Auswahl ihrer Tapete wild und kreativ sind.”

Wer Dinge im großen Stil mag und keine Angst vor Marmor hat, kann sich die Juma-Badewanne von Designer Thorsten Müller ins Bad stellen. Preis: 50.000 Euro.

An einem andren Stand findet sich ein Beispiel fürs sogenannte “Upcycling”: Bordbars aus dem Flugzeug. Es gibt sie gebraucht und neu, in unterschiedlichen Farben und Formen.

Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln werden bis Sonntag 120 000 Besucher erwartet.