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Nach einem Monat der Kämpfe: Humanitäre Sitation im Südsudan verschärft sich

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Nach einem Monat der Kämpfe: Humanitäre Sitation im Südsudan verschärft sich

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Gut einen Monat nach Beginn der Kämpfe im Südsudan wird die humanitäre Situation in den Flüchtlingscamps immer schwieriger.

In dem Camp “Juba 3” leben inzwischen etwa 12.000 Binnenflüchtlinge. Jeden Tag werden es mehr, und jeden Tag werden die Ressourcen knapper.

Die Menschen wohnen auf engem Raum, und weil ein Mangel an Wasser und sanitären Einrichtungen herrscht, stecken sich viele Neuankömmlinge schnell mit Krankheiten an. Malaria und Lungenentzündungen sind nur zwei Probleme.

“Wir haben eine Masernepidemie, und uns geht der Impfstoff aus”, sagt Alain Phillip, der Leiter des Impfprogramms. “Wir behandeln viele Erwachsene und Kinder, pro Tag sind es etwa 60.”

Jeden Tag hoffen etwa 400 Patienten auf eine Behandlung in der kleinen improvisierten Klinik des Camps. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen versucht deshalb zu lindern, was zu lindern ist.

Seit sich im Südsudan loyale Regierungstruppen des Präsidenten Salva Kiir und Rebellen bekämpfen, sind Beobachtern zufolge bis zu 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Flüchtlinge wird auf mehrere hunderttausend geschätzt.