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Fall Tobin: Vier Tage in ungarischem Gefängnis

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Fall Tobin: Vier Tage in ungarischem Gefängnis

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Der Ire Francis Ciaran Tobin hat eine viertägige Haftstrafe in Ungarn abgesessen und kehrt nun in ein Gefängnis in Irland zurück. Der Fall Tobin belastet seit mehr als einem Jahrzehnt die Beziehungen zwischen Irland und Ungarn.

Tobin hatte im Jahr 2000 in Ungarn einen Autounfall verursacht, bei dem zwei Kinder ums Leben kamen. Er war nach Irland zurückgekehrt und in Abwesenheit in Ungarn zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Irland lieferte Tobin aber nicht aus.

Nach fast vierzehn Jahren ist nun eine Einigung erreicht worden. Tobin musste vier Tage in einem ungarischen Gefängnis verbringen und darf den Rest seiner Strafe in seiner Heimat Irland absitzen.

Für den Vater der getöteten Kinder spielt all das keine Rolle.
Bence Zoltai verlor damals seinen fünfjährigen Sohn und seine zweijährige Tochter. Er sagt: “Mir ist egal, wo er seine Strafe absitzt. Wenn er will, soll er sie in Irland absitzen. Hauptsache, er denkt darüber nach, was er getan hat.”

Ciaran Tobin will nach Angaben seiner Familie kein Gnadengesuch in Irland stellen. Er will seine Strafe absitzen, nur eben in seiner Heimat.